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Quellensteuern Kongo

Quellensteuern Kongo

Corporate - Quellensteuern

Zuletzt überprüft - 03. Juni 2021

 

Die folgenden aus der DRK stammenden Zahlungen unterliegen in der Demokratischen Republik Kongo einer Quellensteuer (Quellensteuer):

 

  • Ausschüttungen.
  • Tantiemen.
  • Zinsen. Wenn die Zinsen an ein lokales Unternehmen gezahlt werden, fällt die Quellensteuer nicht an, da die Zinsen in das steuerpflichtige Einkommen des Unternehmens, das diese Zinsen erhebt, einbezogen werden.
  • Gebühren für die Geschäftsführung.
  • Dienstleistungshonorare, die an ausländische natürliche oder juristische Personen gezahlt werden, die nicht in der Demokratischen Republik Kongo ansässig sind.

 

Quellensteuer-Satz und Zahlungen

Der Standard-Quellensteuer-Satz auf Dividenden, Tantiemen, Zinsen und Aufsichtsratsvergütungen beträgt 20 % und basiert auf dem Bruttobetrag der Zahlungen.

 

Wenn der Zahlungsempfänger die Steuer nicht vom Rechnungsbetrag einbehält und die Steuer in Höhe von 20 % direkt abführt, geht die Steuerbehörde davon aus, dass sich die Grundlage für die 20 %ige Steuer aus dem Rechnungsbetrag plus dem Steuerbetrag zusammensetzt.

 

Wenn das Unternehmen in der DRK die entsprechende Mehrwertsteuer übernimmt, beträgt der Quellensteuer-Satz folglich 25 % (20/80) und der Steuerbetrag ist nicht absetzbar.

 

Bei Lizenzgebühren wird die Quellensteuer auf den Nettobetrag der gezahlten Lizenzgebühren erhoben. Die Steuerbehörden gehen davon aus, dass der Nettobetrag der Lizenzgebühren durch Abzug von 30 % von den in Rechnung gestellten Lizenzgebühren berechnet wird (d. h. die Steuerbemessungsgrundlage beträgt 70 % der in Rechnung gestellten Lizenzgebühren).

 

Der Quellensteuer-Satz auf Beträge, die als Entschädigung für von ausländischen natürlichen oder juristischen Personen erbrachte Dienstleistungen gezahlt werden, beträgt 14 % und basiert auf dem Bruttobetrag der Zahlungen.

 

Die Steuerabkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung und zur Verhinderung der Steuerhinterziehung auf dem Gebiet der Einkommensteuer zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Südafrika sowie zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Belgien wurden wirksam umgesetzt.

 

Diese Abkommen sehen ermäßigte Steuersätze für Dividenden, Zinsen und Lizenzgebühren vor. Es besteht auch allgemeines Einvernehmen darüber, dass Dienstleistungen, die von Dienstleistern erbracht werden, die in diesen Ländern steuerlich ansässig und nicht in der Demokratischen Republik Kongo niedergelassen sind, aufgrund des Abkommens nicht der Dienstleistungssteuer von 14 % unterliegen sollten.

 

Die nachstehende Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen Quellensteuer-Sätze:

Empfänger

 

Quellensteuer (%)
Dividenden (1) Zinsen Lizenzgebühren Leistungen
Gebietsansässiger 10/20 N/A 20 N/A
Gebietsfremder (nicht ansässig) 10/20 0/20 (3) 20 14
Vertraglich:        
Belgien 10/15 0/10 (5) 10 N/A
Südafrika 5/15 (2) 0/10 10 0/14 (4)

Hinweise:

  1. Im Bergbausektor gilt eine ermäßigte Quellensteuer von 10 % für Dividenden.
  2. Die Quellensteuer darf 5 % des Bruttobetrags der Dividenden nicht übersteigen, wenn es sich bei dem wirtschaftlichen Eigentümer um ein Unternehmen (außer einer Personengesellschaft) handelt, das unmittelbar mindestens 25 % des Kapitals des Unternehmens hält, das die Dividenden ausschüttet, und 15 % des Bruttobetrags der Dividenden in allen anderen Fällen.
  3. Von Bergbauunternehmen gezahlte Zinsen für im Ausland aufgenommene Fremdwährungsdarlehen sind von der Quellensteuer befreit.
  4. Der Begriff "Betriebsstätte" umfasst ebenfalls: die Erbringung von Dienstleistungen, einschließlich Beratungsdienstleistungen, durch ein Unternehmen mittels Arbeitnehmern oder anderem Personal, das von einem Unternehmen zu diesem Zweck eingestellt wurde, jedoch nur, wenn die Tätigkeiten dieser Art (für dasselbe oder ein damit verbundenes Projekt) im Vertragsstaat für einen Zeitraum oder für Zeiträume fortgesetzt werden, die insgesamt 183 Tage in jedem 12-monatigen Zeitraum überschreiten, der im betreffenden Steuerjahr beginnt oder endet.
  5. Das Abkommen mit Belgien sieht vor, dass Zinsen auf gewerbliche Forderungen sowie Zinsen auf Forderungen oder Darlehen, die nicht durch Inhaberpapiere verbrieft sind, im Ursprungsland von der Steuer befreit sind.

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