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Firmengründung in Malta — warum es Sinn macht

Firmengründung in Malta: Erfahren Sie, warum Malta als Unternehmensstandort attraktiv ist – niedrige Steuerlast unter 5%, EU-Binnenmarkt, schnelle Gründung in 1-2 Wochen und rechtliche Vorteile.

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Veröffentlicht am: 19. März 2026

Firmengründung in Malta — warum es Sinn macht

Auch wenn der Inselstaat nicht immer den besten Ruf hat: Malta ist ein Land in der EU, das als Unternehmensstandort nicht nur attraktiv ist, sondern auch bei Großkonzernen immer populärer wird. 

Zur Attraktivität tragen steuerliche Aspekte wie niedrige Körperschaftssteuern und Befreiungen, der rechtliche Rahmen, der Zugang zum EU-Binnenmarkt sowie weitere Faktoren wie ein unkomplizierter Gründungsprozess bei. Wir geben Ihnen einen Einblick, warum eine Gründung in Malta sich auch für Sie auszahlen kann.

Steuerliche Vorteile einer Firmengründung in Malta

Die wohl größten Anreize für eine Firmengründung in Malta sind die steuerlichen Bedingungen, die für Unternehmen sehr vorteilhaft sind. Hier die wesentlichen Aspekte im Überblick:

Potenziell niedrige Körperschaftssteuer

Malta hat mit einem offiziellen Körperschaftssteuersatz von 35% im europäischen Vergleich attraktive Steuersätze. Durch die Nutzung bestimmter Instrumente des maltesischen Steuersystems besteht für manche Unternehmen die Möglichkeit, eine effektive Steuerlast von unter 5% zu erreichen.

Allerdings hängt die tatsächliche Steuerersparnis von vielen Faktoren ab, wie der konkreten Firmenstruktur, den Geschäftsaktivitäten und der Ausschüttung von Dividenden. Sie ist nicht automatisch oder ohne Weiteres für jedes Unternehmen erreichbar.

Dieser enorme Unterschied zwischen nominellem und effektivem Steuersatz macht Malta für viele Unternehmen interessant, ist aber nicht für alle Unternehmen gleichermaßen zugänglich und bedarf einer detaillierten Analyse und Beratung. Durch geschickte Gestaltung der Firmenstruktur und Ausschüttung von Dividenden lassen sich dennoch für viele Unternehmen Steuern sparen.

Fiktive Fallstudie, die das Steuerspar-Potenzial verdeutlicht

Max Sperl ist Geschäftsführer eines erfolgreichen mittelständischen Unternehmens in Deutschland. Seine Firma entwickelt und vertreibt Hightech-Software für den Glücksspielbereich und erzielt stabile Gewinne von durchschnittlich 10 Millionen Euro pro Jahr.

Bisher musste Max die gesamte Körperschaftssteuer an den deutschen Fiskus abführen. Eine hohe Abgabenlast, die sein unternehmerisches Wachstum ausbremst.

Bei einer Geschäftsreise nach Malta kommt Max mit einem Berater ins Gespräch. Dieser erklärt ihm die Vorteile der Firmengründung in Malta und dass bei seiner Firma operationell viele Sachen in Malta effektiver durchgeführt werden können, also die Firma in Malta tatsächlich einen echten Standort eröffnen kann. Außerdem gibt es viele qualifizierte, englischsprachige Fachkräfte und Kunden auf Malta.  

Nach der Reise lässt Max verschiedene Optionen prüfen. Schließlich entscheidet er sich, eine Tochterfirma in Malta zu gründen und einen Teil der wirtschaftlichen Aktivität dorthin zu verlagern. Das gelingt dank der europäischen Niederlassungsfreiheit problemlos.

Heute, drei Jahre später, ist Max froh über seine Entscheidung. Die Steuerersparnis von Malta hat sein Unternehmen gestärkt und ihm Spielraum für Investitionen gegeben. Die zusätzlichen Gewinne fließen in Innovation, Wachstum und neue Arbeitsplätze. So konnte Max aus der Steueroptimierung in Malta schließlich auch einen betriebswirtschaftlichen Nutzen ziehen.

Steuerbefreiungen auf Dividenden und Kapitalerträge

Weitere steuerliche Vorteile ergeben sich durch Befreiungen bei bestimmten Einkünften:

  • Dividenden zwischen maltesischen Unternehmen sind unter gewissen Bedingungen steuerfrei
  • Kapitalerträge aus ausländischen Quellen bleiben ggfs. steuerfrei, wenn sie nicht nach Malta überwiesen werden
  • Keine Steuern auf Veräußerungsgewinne außerhalb Maltas

Dies bedeutet, Gewinne und Dividenden können innerhalb Malta unter Umständen steuerfrei verschoben werden. Auch ausländische Kapitalerträge werden steuerfrei gestellt, wenn sie im Ausland verbleiben.

Non-Dom ('Nicht-Ansässigkeit) Regime

Als sogenannter Non-Dom (nicht-Ansässiger) können Menschen, die in Malta leben, ihre ausländischen Einkünfte weitgehend steuerfrei stellen. Voraussetzung ist unter anderem, dass sie weniger als 183 Tage pro Jahr in Malta verbringen, wobei auch noch andere Faktoren wie der Mittelpunkt der Lebensinteressen usw. zu berücksichtigen sind. Nur Einkünfte, die nach Malta überwiesen werden, unterliegen dann der Besteuerung.

Das Non-Dom Regime ermöglicht es vermögenden Personen, ihre internationalen Erträge steueroptimal zu strukturieren und zum Beispiel das halbe Jahr im Winter in Malta zu verbringen.

Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Neben den Steuervorteilen spricht auch der rechtliche und wirtschaftliche Rahmen in Malta für eine Firmengründung oder Niederlassung.

  • Rechtssicherheit innerhalb der EU
  • Haftungsbeschränkung für Gesellschafter (Limited)
  • Liberalisiertes Unternehmensrecht
  • Stabile Währung und Wirtschaft
  • Gut ausgebaute Infrastruktur und Dienstleistungen

Mit seiner europäischen Rechtsordnung und den Vorteilen des Euro als Währung bietet Malta Stabilität und Sicherheit. Die Gründung einer Limited schützt zudem das Privatvermögen der Gesellschafter. Dienstleistungen wie Buchhaltung, Rechtsberatung und Banking sind gut verfügbar.

Zugang zum EU-Binnenmarkt

Als Mitglied der EU ist Malta nicht nur Teil der europäischen Rechtsordnung, sondern gewährt Unternehmen auch vollen Zugang zum EU-Binnenmarkt. Dies erleichtert grenzüberschreitenden Handel, Dienstleistungen und die Expansion in der EU.

Vorteile des EU-Binnenmarkts:

  • Freier Waren- und Dienstleistungsverkehr
  • Niederlassungsfreiheit in allen EU-Staaten
  • Vergabe von Aufträgen EU-weit möglich

Der EU-Markt mit über 500 Millionen Menschen bietet Unternehmen in Malta enorme Absatzmöglichkeiten. Sie können Handel, Produktion, Vertrieb etc. EU-weit organisieren.

Diskretion

Früher war es möglich, in Malta Unternehmen zu gründen, ohne die Eigentümer öffentlich registrieren zu müssen. Dies gewährte einen gewissen Grad an Diskretion und Anonymität.

Allerdings hat sich die Situation durch EU-weite Transparenzrichtlinien geändert. Malta unterliegt nun Regelungen wie der 5. Geldwäscherichtlinie (AMLD5), die die Offenlegung der wirtschaftlich Berechtigten (beneficial owners) von Unternehmen verlangen.

Somit ist die zuvor mögliche Anonymität nicht mehr gegeben. Dennoch mag ein gewisser Grad an Diskretion bestehen bleiben, auch wenn die gesetzlichen Vorgaben zur Bekämpfung von Geldwäsche und Steuerhinterziehung streng sind.

Unkomplizierte Firmengründung

Die Gründung einer Firma (Limited) in Malta ist im internationalen Vergleich relativ unbürokratisch.

  • Gründung auch aus der Ferne möglich
  • Geringer Mindestkapitaleinsatz
  • Fertigstellung in 1-2 Wochen möglich
  • Englisch als Geschäftssprache akzeptiert

Es ist weder eine Mindestanzahl von Gesellschaftern noch eine physische Präsenz vor Ort erforderlich. Bereits innerhalb weniger Tage kann die Firma eingetragen sein. Als Geschäftssprache wird auch Englisch akzeptiert.

Bürokratie und Compliance

Obwohl die eigentliche Gründung einfach ist, bringt der Betrieb einer maltesischen Firma Bürokratie und Compliance-Pflichten mit sich. Diese können einen nicht unerheblichen Verwaltungsaufwand bedeuten.

  • Buchführungs- und Reportingpflichten
  • Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften
  • Audits und Kontrollen durch Behörden

Ohne professionelle Unterstützung vor Ort kann dies für Unternehmer schwierig werden. Die Dienste von Treuhändern, Steuerberatern und Rechtsanwälten verursachen Kosten.

Reputation und Legalität

Trotz aller Vorteile haftet Malta noch immer ein Ruf als Steueroase und Standort für Briefkastenfirmen an. Je nach Geschäftsfeld kann dies zum Imageproblem werden. Auch die aggressive Steuervermeidung ist nicht ohne Rechtsrisiken.

Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Aktivitäten in Malta der Rechtslage entsprechen und ethische Maßstäbe erfüllen. Sonst können rechtliche Konsequenzen und Reputationsschäden drohen.

Politische Entwicklungen in der EU

In den letzten Jahren nimmt der Druck auf Offshore-Finanzzentren seitens der EU zu. Es ist nicht auszuschließen, dass Malta künftig stärker reguliert wird.

Sollte Malta sein Steuersystem reformieren müssen, könnten einige Vorteile wegfallen. Unternehmen laufen Gefahr, dass sich die Rahmenbedingungen ändern.

Fazit: Lohnt sich eine Firmengründung in Malta?

Zusammenfassend weist Malta viele Vorteile als Unternehmensstandort auf:

  • Sehr günstige Besteuerung und Gestaltungsmöglichkeiten 
  • Zugang zum EU-Binnenmarkt
  • Liberale regulatorische Rahmenbedingungen
  • Möglichkeit zur anonymen Firmengründung
  • Schneller und unkomplizierter Gründungsprozess

Insbesondere für Unternehmen mit internationalen Aktivitäten, Holdings und Steueroptimierung kann sich eine Firmengründung in Malta lohnen. Interessiert an eine Gründung in Malta? Kontaktieren Sie uns und wir bringen Sie in Kontakt mit lokalen Experten, die Sie bei der Gründung fachkräftig unterstützen. 

 

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